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"Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert" - Aufruf zur Unterstützung

Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert

 

In 1. Timotheus 5,18 steht: „Denn in der Schrift steht: ‚Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden‘; und: ‚Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert.‘“ Warum schreibe ich euch?

 

Vadim Kiselov ist nach Beginn des russischen Krieges zum Schutz seiner Familie – seiner Ehefrau Vira und den beiden Kindern Nazar und Angelina – in die Schweiz gekommen und in Zofingen gelandet. Nach seiner persönlichen Bekehrung im Alter von 40 Jahren studierte er Theologie am Evangelischen Seminar in Irpin nahe Kiew und gründete eine baptistische Gemeinde in einem kleinen Dorf in der Umgebung von Dnipropetrowsk. Als 2024 der Krieg im Osten des Landes begann, meldete er sich als Militärseelsorger in einer Einheit der ukrainischen Armee.

 

Nach dem großen russischen Angriff am 24. Juni floh er mit seiner Familie in die Schweiz. Er begann, eine Bibelgruppe für ukrainische Geflüchtete in Zofingen zu gründen, aus der schließlich eine Gemeinde wurde. Inzwischen betreut er auch weitere ukrainische evangelische Gemeinden. Diese Gemeinden sind ein sehr wichtiger Treffpunkt für die Geflüchteten und bieten die Chance, ihnen das Evangelium zu verkünden. In Zofingen konnte er seitdem einige taufen.

 

Ich lernte Vadim letztes Jahr kennen und entschloss mich, ihn über sein Leben zu befragen. Daraus entstand ein eindrücklicher Text, den ich in meinem neuen Buch „Die verwundete Seele Europas – Stimmen aus der Ukraine über Krieg, Schmerz und Hoffnung“ veröffentlicht habe. Das Buch erscheint bald im Buchhandel.

 

Vadim lud meine Frau Evi und mich zum Weihnachtsgottesdienst ein. Die Kinder erzählten die Weihnachtsgeschichte, und Vadim hielt eine sehr persönliche und bewegende Predigt.

 

Seither sind wir Freunde und haben gemeinsam den Verein „Nächstenliebe – Jeder Mensch hat Bedeutung“ gegründet. Unser Ziel ist es, Hilfsaktionen in der Ukraine zu ermöglichen und Vadims Arbeit zu unterstützen. Diesen Frühling wurde Vadim im Alter von 60 Jahren durch eine Delegation der baptistischen Bruderschaft in Polen in Zofingen zum Pastor ordiniert. Ich war ebenfalls dabei. Wir sind in demselben christlichen Geist zu Freunden geworden.

 

Vadim und seine Familie besitzen den Status „S“ (schutzberechtigt in der Schweiz). Bisher konnte seine Frau Vira etwas arbeiten, und wir suchen gemeinsam mit dem RAV eine neue Stelle für sie. Das Ziel ist, dass sie endlich unabhängig von sozialer Unterstützung in der Schweiz werden.

 

Vadim arbeitet schon lange weit mehr als 100 % in seiner Aufgabe als Pastor. Er sollte deshalb längst auch einen Lohn erhalten. Doch das Problem ist seine Gemeinde. Die Menschen, die sie besuchen, sind zumeist selbst von schweizerischer Sozialhilfe abhängig oder verdienen nur wenig, oft nur den Mindestlohn. Ihre Ausbildungen werden bei uns nicht anerkannt.

 

Deshalb müssen wir nach anderen Wegen suchen, damit Vadim eine Bezahlung erhält. Er strebt eine bezahlte Stelle mit 30 % Pensum an, konkret CHF 1 500 pro Monat, zuzüglich der üblichen Beiträge für AHV/IV und Arbeitslosenkasse. Die anderen finanziellen Mittel würde Vira erhalten, sodass insgesamt ein schweizerischer Minimallohn entsteht.

 

Ich selbst halte es für realistischer, dass Vadim mehr erhält, damit Vira ein Pensum von etwa 50 % übernehmen kann. Sie ist zu sehr mit der Pflege ihrer eigenen Familie, insbesondere ihrer kranken Mutter, die inzwischen ebenfalls in Zofingen lebt, beschäftigt. Sie musste nach Samar flüchten, da sie in der Nähe der Front lebte und bedroht wurde. Vira ist die einzige Tochter, die sich um sie kümmern kann. Deshalb würde ich lieber davon ausgehen, dass Vadim ab August oder September mindestens 2.000 CHF erhält, plus weitere notwendige Beiträge. Dafür wird ein Arbeitsvertrag erstellt, der den gesetzlichen Vorschriften entspricht.

 

Mir ist bewusst, dass dies ein sehr großes Ziel ist, das wir anstreben. Nur Gott allein kann dieses Wunder vollbringen. Deshalb schreibe ich euch, um zu fragen, ob ihr eine monatliche Unterstützung in bestimmter Höhe leisten könntet und ob ihr das Schreiben an andere weiterleiten könntet.

 

Die Not durch diesen Krieg, der nun seit über vier Jahren andauert und dessen Ende nicht abzusehen ist, ist groß und für uns unvorstellbar. In den nächsten Tagen werde ich zum vierten Mal in den Krieg in die Ukraine fahren, um mit meinen neuen Freunden zu sprechen und ihnen die ersten Exemplare des Buches zu bringen.

 

Ich danke euch, dass ich euch dieses Anliegen weitergeben darf, damit ihr es prüfen könnt, vielleicht auch im Gebet. Falls ihr selbst etwas beitragen könnt, schreibt mir einfach per E-Mail an: [email protected] oder per WhatsApp auf +41 76 380 91 79. Falls ihr mehr Informationen braucht, ruft mich einfach an.

 

Mehr zu Vadim und seiner Arbeit: 

 

Informationen von Vadim Kiselov

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